Alpine Kraftorte. Bausteine einer Theorie des genius loci

Die Rede von sogenannten «Kraftorten» wird in der Regel dem Dunstkreis esoterischer Debatten zugeschlagen. Gleichwohl sind es keineswegs nur obskurantismusaffine Zeitgenoss*innen, die (wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand) bekennen, dass sie bestimmte Lokalitäten – Plätze in der Natur, Sakralgebäude usw. – als «Kraftorte» wahrnehmen und dort besondere Affizierungsmomente verorten.

Im Projekt Alpine Kraftorte – Bausteine einer Theorie des genius loci am Institut «Kulturen der Alpen» wird ein transdisziplinäres, begriffliches Koordinatensystem zur konzeptuellen Fassung des Phänomens «Kraftort» entwickelt, das derzeit in Bezugnahme auf Theorieansätze zum «genius loci» u.a. in Ästhetik, Architekturtheorie, Theologie wie auch in kritischer Auseinandersetzung mit verschiedenen Grenzwissenschaften entsteht.

Zugleich zielt das Projekt auch auf konkrete Erprobungen des Theoriekonzepts durch «ästhetische Feldforschung» an verschiedenen, als «Kraftorte» bezeichneten Stellen im Alpenraum. Das Vorhaben versteht sich dabei als ein Element und Beitrag zur «Grundlagenforschung» zum konzeptuellen Rahmen der Beschäftigung mit den «Kulturen der Alpen».

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1. Januar 2021

BETEILIGTE
Dr. Jens Badura