Bevölkerung soll Ideen liefern

Das Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern wird Ende Februar offiziell eröffnet. Die Wissenschaftler wollen sich dort mit Themen beschäftigen, welche auch die Urner Bevölkerung interessiert.


Der Kanton Uri baut aktuell in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern ein Forschungsinstitut auf. Ab Anfang Jahr werden am Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern, das sich in den Räumlichkeiten der Dätwyler Stiftung in Altdorf befindet, Doktorierende sowie weitere Forschende tätig sein. Diese werden sich in ihren Projekten mit regionalen und gesamtalpinen Fragestellungen im Kontext globaler Herausforderungen auseinandersetzen. Ein erstes Projekt wird sich beispielsweise mit der Erschliessung des alpinen Raums durch Seilbahnen beschäftigen.


Am Samstag, 29. Februar 2020, wird das Urner Instituts «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern offiziell eröffnet. Die Feier findet um 16 Uhr im Uristier-Saal in Altdorf statt. Die öffentliche Veranstaltung soll Einblicke in die geplanten Aktivitäten des Instituts und die verschiedenen Forschungsprojekte bieten.


Geschäftsführer hofft auf Zusammenarbeit

Im Hinblick auf die Eröffnung ruft die Institutsleitung nun die Urner Bevölkerung dazu auf, eigene Projektideen einzureichen. «Uns liegt viel daran, die Bevölkerung in den Aufbau des Forschungsinstituts einzubinden», sagt Romed Aschwanden, der Geschäftsführer des Instituts. Kern einer Projektidee soll eine Forschungsfrage sein, die den Alpenraum oder den Kanton Uri betrifft. Zudem sollte sie innerhalb der Fachbereiche des Instituts zu verorten sein – das heisst innerhalb der Kultur-, Rechts- und Geschichtswissenschaften. Neben einer Forschungsfrage sind Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine, die eine Projektidee eingeben möchten, auch aufgefordert, das Interesse an ihrer Frage zu begründen sowie ein Vorgehen vorzuschlagen.


Die Geschäftsleitung sammelt die Ideen und kürt gemeinsam mit der Institutsleitung die besten Eingaben. Die Auswahl wird am 29. Februar, anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten, dem Publikum vorgestellt. Anschliessend wird das Institut versuchen, die Ideen in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in konkreten Forschungsprojekten umzusetzen. «Ich hoffe, mit diesem Vorgehen Forschungsprojekte entwickeln zu können, welche für die Bevölkerung und für die Forschung von Bedeutung sind», so Romed Aschwanden. Er verspricht sich damit, das gegenseitige Verständnis zwischen universitärer Forschung und den Wissensbedürfnissen der Bevölkerung zu fördern.


Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine finden ein Eingabeformular für ihre Ideen HIER. Eingabeschluss ist Freitag, 21. Februar 2020.


Dätwyler-Stiftung hilft bei der Finanzierung

Das Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern bildet organisatorisch eine von der Universität Luzern unabhängige Einheit und wird vorerst für eine Dauer von drei Jahren (2019 bis Ende 2022) betrieben. Dies jedoch mit dem klaren Ziel, das Projekt anschliessend definitiv weiterzuführen. Damit wird das im Urner Regierungsprogramm 2016 bis 2020+ gesetzte Ziel für die physische Präsenz eines Bildungs- beziehungsweise Forschungsinstituts aus dem Hochschulbereich erreicht.


Der Verein Wissenschaft Uri dient während der ersten drei Jahre als Projektträger. Der Verein besteht aus dem Kanton Uri sowie den beiden Urner Korporationen Uri und Ursern. Finanziert wird das Vorhaben durch den Kanton Uri und die Dätwyler Stiftung; die drei Professoren der Institutsleitung sind hingegen bei der Universität Luzern angestellt.


Das Eingabeformular findet man unter: HIER



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