Eine Person am Eisfischen
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Il Pesch sbatta – Die Poesie des Eisfischens und die Wiederentdeckung der Stille

Il Pesch sbatta

Die Poesie des Eisfischens und die Wiederentdeckung der Stille

In der Schweiz ist die Szene der Eisfischer:innen noch relativ klein und überschaubar. Es zieht jedoch auch hierzulande immer mehr Menschen in ihren Bann. Dabei liegt die Faszination nicht primär im Petri Heil bzw. in einem Fang, sondern ebenso sehr im Erleben der Natur. Dazu zählen das stundenlange Ausharren vor einem Eisloch sowie das Üben in verloren gegangene Tugenden wie Geduld, Achtsamkeit, Bescheidenheit oder die Verstärkung einer ganz eigenen Intuition, denn die Fische halten sich gut versteckt unter dem Schwarzeis. Es ist eine seltsame Mischung aus Hoffnung, Gelassenheit, Spannung und Anspannung, die eine Fischer:innenseele mitbringen muss.

In ihrer Forschungsarbeit geht die Kulturwissenschaftlerin der Frage nach, inwiefern das Eisfischen vielleicht sogar als eine Schule des Lebens bezeichnet werden darf. Neben einer kulturwissenschaftlich-philosophischen Betrachtung über das Eisfischen und der Frage nach der Sehnsucht von Stille und Entschleunigung, schaut sie aber auch auf aktuelle Umweltproblematiken. Wie steht es um die Fischbestände? Welche Arten sind gefährdet und wodurch? Und wie lange kann das Eisfischen in einer sich so rasant schnell veränderten klimatischen Entwicklung noch bestehen?

 

Forschungsschwerpunkt

Die Alpen als Ressource

Start
2022
Abschluss
2026
Beteiligte
Dr. phil. Andrea Meier