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Alpine Futures Literacy

Alpine Futures Literacy

«Allem Zukünftigen beißt das Vergangene in den Schwanz» bemerkte Nietzsche im Hinblick auf die Frage, ob Zukunft ohne Bezugnahme auf Vergangenheit sinnvoll perspektivierbar sei. Wie aber können Zukunftsperspektiven und -szenarien entstehen, die aufgrund ihrer historischen Bedingtheit zugleich auch für Neues hinreichend offen sind – und Vorstellungshorizonte erschliessen, welche über die Grenzen bekannter Sichtweisen, Gewohnheiten und daraus gespeister Erwartungshaltungen, Ängste und Hoffnungen hinausgehen?

Diese Fragen werden im Forschungsbereich Alpine Futures Literacy bearbeitet. Dazu werden kultur-, geistes- und sozialwissenschaftliche Zugänge in einem interdisziplinären Ansatz zusammengeführt und über transdisziplinäre Schnittstellen in die ausserakademische Praxis und zu deren unterschiedlichen Vertretern in Gesellschaft, Kunst- und Kultur, Wirtschaft und Politik hinein vernetzt.

Ziel ist es, kollaborativ eine «Lesefähigkeit» («Literacy») zu entwickeln, die es ermöglicht, Potenziale der Zukunftsgestaltung im Zusammenhang von historischer und gegenwartsbezogener Informiertheit zu erkennen, zu beschreiben und umzusetzen. Dabei geht es darum, Kontingenzen in den etablierten Wahrnehmungs- und Deutungsgewohnheiten zu erkennen und alternative Seh- und Denkweisen zu erkunden – und dabei historische Erfahrungen als Resonanzraum für die Imagination und Gestaltung der Zukunft fruchtbar zu machen, nach dem Leitmotiv Zukunft braucht Herkunft - Herkunft braucht Zukunft.

Forschungsschwerpunkt

Räume der Imagination

Start
2024
Beteiligte
Prof. Dr. Jens Badura