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Seilbahnen im Kanton Uri

Seilbahnen im Kanton Uri

Vergangene Woche führte das Urner Institut Kulturen der Alpen die jährliche Veranstaltungsreihe «Urner Gene» mit einem Themenabend zu «Üüfä + appä, Schiffli, Höhenrausch» fort. Der Abend im Uristier-Saal war den Urner Seilbahnen gewidmet, von denen es (inklusive Skilifte, ohne Andermatt-Sedrun) beachtliche 51 aktive Anlagen gibt. Davon sind zwei Seilbahnen mit eidgen. Konzession und Grunderschliessung, 13 mit touristischer Bedeutung und 30 weisen landwirtschaftliche Erschliessungsfunktion auf.

Diese enorme Vielfalt bedeutet auch unterschiedliche Herausforderungen und Probleme, insbesondere die Kleinseilbahnen sehen sich immer mehr steigenden Anforderungen an Sicherheit und Technik gegenüber. Die finanzielle Basis ist oft schmal, mit den Strassenerschliessungen verlieren sie selbst bei den Einheimischen zunehmend an Bedeutung. Mike Bacher, Talammann von Engelberg und profunder Kenner des Schweizer Seilbahnrechts, führte in den Abend ein mit dem jahrzehntelangen Kampf der Zentralschweizer Kantone gegen eine Bundeskompetenz für die Bewilligungen. Dann beleuchte Seilbahnexperte Reto Canale die Bedeutung insbesondere auch der Kleinseilbahnen als Kulturgut und Chance für den sanften Tourismus. Den Abschluss bildete eine musikalisch-literarische Performance durch den Komponisten Michel Roth, der bereits vor einiger Zeit in einem Klangprojekt den «singenden Seilen» der Schächentaler Bahnen nachgespürt hat, und Autor Jörg Meier, der in seinem tragikomischen Roman «Solo für Bottlang» zwei völlig unterschiedliche Männer in einem engen Niederberger Schiffli stecken bleiben lässt, worauf sie gezwungen sind, im stürmischen Föhn gemeinsam die Nacht hoch über dem Abgrund zu verbringen.

Davor konnte mit Kilian Gasser, Sekretär der Drahtseilbahngenossenschaft, die urige Luftseilbahn Spiringen-Chipfen-Tristel erkundet und die aktuelle Situation diskutiert werden.

Veröffentlicht am 05. Oktober 2026

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